Bicycle Workshop

[de]
Mit Rat zum Rad.
Fahrräder warten, reparieren, zusammen bauen.

Datum: 09.12.2010
Zeit: 16:00 - 20:00
Ort: parZellenstr. 79, Werkstatt, JBZ
Kosten: Geduld
Zielgruppe: (potentielle) Radfahrer

[en]
With advice to bikes.
Bicycles: servicing, repairing, connecting.

Date: 2010-12-09
Time: 16:00-20:00
Location: parZellenstr. 79, 03046 Cottbus, workshop, JBZ
Costs: patience
Audience: (potentially) cyclists

do it yourself and do it together

Sa., 27.11. | Antifa-Demo in Cottbus

Das Jahr 2010 ist in Cottbus und Umgebung durch rechte Gewalt und massive Nazipräsenz gekennzeichnet. Die Liste der Gewalttaten ist lang. Seit der NPD-Demonstration am 15. Februar 2010 kam es verstärkt zu rechten Aktivitäten. Regelmäßig werden links-alternative Menschen in Südbrandenburg bedroht, beleidigt und zusammengeschlagen.
Auch strukturell versuchen die Nazis zu punkten und probieren den „Rechten Lifestyle“ in Cottbus zu etablieren. Neben dem rechten Platten- und Klamotten-Laden „The Devils Right Hand Store“ gibt es seit September mit dem Naziladen „Oseberg“, einen „Thor Steinar“ Vertrieb in der Innenstadt. Des Weiteren sitzt eine der aktivsten Kreisverbände des Landes Brandenburg, die „NPD Lausitz“, im Cottbuser Stadtparlament und bietet geistigen Nährboden für militante Neonazis.
Als wäre es selbstverständlich veranstaltet die NPD und sogenannte „Freie Kräfte“ in unserer Region Kundgebungen, Konzerte, Kameradschaftsabende und Aufmärsche.
Angriffe, wie auf die Räumlichkeiten des alternativen „Piraten e.V.“ in Spremberg und das Jugend- und Kulturzentrum „Park7“ in Forst, gehören ebenfalls zu ihrer Strategie der „National befreite Zone“. Gleiches geschah auch in Cottbus als am 11. November das linke Wohn- und
Kulturprojekt „Zelle 79“ angegriffen wurde. Dabei wurden zwei Scheiben mit zerbrochenen Gehwegplatten eingeworfen.Im Zusammenhang mit drei Brandanschlägen in Dresden und Berlin im Oktober, bei denen wie durch ein Wunder keine Menschen getötet wurden, bilden diese Vorfälle einen ostdeutschen Trend. Dieser forderte am 24.10. diesen Jahres sein erstes
Todesopfer in Leipzig, wo ein junger Iraker von einem bekennenden Neonazi niedergestochen wurde.
Wir werden weder die Hetze der NPD im Parlament schweigend tolerieren, noch lassen wir uns durch Nazis einschüchtern. Es ist an der Zeit laut und konsequent gegen alte und neue FaschistenInnen vorzugehen und unseren Unmut laut auf die Straße zu tragen.

ES IST IMMER EIN ANGRIFF AUF UNS ALLE! NAZIGEWALT STOPPEN!
27.11.2010 - 14 UHR | COTTBUS - AM GLADHOUSE

Angriff auf Zelle79

Am Donnerstag, den 11. November 2010 um 22.05 Uhr kam es zu einem rechten Übergriff auf das Hausprojekt Zelle79 (Parzellenstraße 79) in Cottbus. Es wurde ein Doppelfenster im Erdgeschoss vom Jugendbegegnungszentrum (JBZ) mit zwei großen Steinen eingeworfen. Die „Zelle79“ ist seit vielen Jahren ein Projekt des Vereins für ein multikulturelles Europa e. V. und offen für linke und alternative Politik im Raum Cottbus. Weiterhin werden die Räume von der Roten Hilfe, für den Infoladen und als Bibliothek genutzt. Jeden Donnerstag findet im JBZ ein
Soli-Tresen statt.
Im JBZ war zur Tatzeit nur eine Person anwesend. Diese hat bereits eine viertel Stunde vor dem Vorfall beobachtet, wie eine schwarz gekleidete Person vor dem Haus mit dem Handy telefonierte. Da das Verhalten der Person sehr auffällig war, wurden die Fensterläden geschlossen. Gegen 22.05 Uhr hörte der Anwesende im JBZ, dass mehrere Personen die Fensterläden aufdrückten und mit zerbrochenen Gehwegplatten die Scheiben einwarfen. Es konnten ca. 3-4 Flüchtende ausgemacht werden. Daraufhin riefen Anwohner die Polizei, die nach ca. 90 Min. eintraf. Es wurde Anzeige gegen Unbekannt aufgenommen. Bisher wird nur von einem Sachschaden ausgegangen. Ein politischer Hintergrund wird von der Polizei nicht ausgeschlossen.

Der Naziangriff reiht sich in eine Folge von Übergriffen auf linke und alternative Jugend- und Hausprojekte in Dresden und Berlin sowie Angriffe auf Personen in Cottbus und Umgebung in den letzten Wochen ein.