Soli-Nighter der Roten Hilfe Cottbus

+++ Mittwoch +++ 02.Oktober +++ Zelle79 +++ 21 Uhr +++


 Am 02.10. wollen wir zusammen mit euch eine Soli-Party feiern! Los geht es um 21:00 Uhr in der Zelle 79. Tolle Musik, leckere Getränke und eine angenehme Atmosphäre werden euch an diesem Abend erwarten. Ska, Rocksteady, Soul, Trash und Oldschool Hip Hop werden uns von den Plattentellern um die Ohren gehauen. Ein Cocktail-Stand lädt zum gemütlichen Miteinander ein und auch Info-Material, um sich über unsere Arbeit schlau zu machen, wird für euch bereit liegen.

 


Staatliche Repression in Form von willkürlichen Polizeikontrollen, über fadenscheinige Prozesse bis hin zu Knastaufenthalten ist leider immer noch Realität in antifaschistischer Arbeit. Um die Betroffenen nicht alleine zu lassen, wollen wir alle zusammen feiern! Dem System von Unterdrückung und Isolation des Staates setzen wir somit ganz praktisch das Prinzip der Solidarität entgegen. Da wir dafür leider auch Geld benötigen, gehen die Einnahmen dieser Party direkt an die Unterstützung von Betroffenen staatlicher Repression, um Prozesskosten decken zu können.
Kommt vorbei! Wir freuen uns auf euch!

Die Rote Hilfe, Ortsgruppe Cottbus

 

Umsonstladentreffen 2013: Do it yourself - Wie gelingt solidarische Ökonomie?

Im Oktober 2013 lädt die dresdener Umsonstladengruppe zu einem bundesweiten Treffen der Umsonstlädengruppen und anderer selbstorganisierter, nichtprofitorientierter Projekte nach Dresden ein. Vom 3. bis 6. Oktober wollen wir uns gemeinsam mit vielen Menschen aus Dresdner Projekten und Gästen von anderswo über Theorie, Praxis und Perspektiven solidarischer Ökonomie austauschen. Es soll Workshops, Diskussionen, Vorträge und Lesungen geben, in Planung sind Filme, Konzert, Radtour zu Projekten in der Gegend, konsumkritische Stadtführungen und anderes.

Das Treffen lebt davon, dass viele mitmachen und mitgestalten, Ideen für Workshops oder Aktionen haben etc..
Weitere Informationen zum Programm sowie eine Anmeldung findet ihr auf unserer Homepage www.umsonstladendd.wordpress.com

Das Treffen steht allen interessierten Menschen offen, unabhängig von Herkunft, Religion, sexueller Ausrichtung und geistiger bzw. körperlicher Verfassung.

Unser Veranstaltungsort ist die Freie Alternativschule (FAS) in der Stauffenbergallee 4 in Dresden. Am Rande der Dresdner Neustadt und am Wald gelegen, gibt es dort genug Räume für Vorträge und Workshops, eine Aula mit Küche und ein großes und grünes Außengelände. Am Donnerstag werden dort ab 15:00 Uhr auch die Anmeldung, Infocafé und Pennplatzbörse zu finden sein. 

Alte Sachen sind kein Müll!

 

Christopher Street Day 2013

Hier ist unser Redebeitrag zum Cottbuser Christopher Street Day 2013.


Farbenreich
Wie Milliarden Facetten
Die sich im steten Miteinander
Sang- und klangvoll verketten

Gehen wir heut
Durch die Cottbusser Straßen
Feiern die Vielfalt
Die wir vom Leben erwarten

Und wir feiern heut auch, um zu zeigen
Dass jene, die meinen
Es wäre ein Verbrechen
Anders als sie zu sein

Im Unrecht sind
Große Macht steht niemandem zu
Der Anderen Menschen Ihre Freiheiten nimmt

Denn wie bitter
Ist dann bitteschön das
Nicht frei lieben zu können
Weil's jemand andrem nicht passt

Und das, obwohl
Diese Herzen schlagen
Sich einander zuwenden
Und zu öffnen sich wagen

Wer hat da bitte was zu sagen
außer denen, die sind
wie in Symbiose verbunden
Eben scheinbar füreinander bestimmt

Die Antwort ist klar
Und doch begeht Mensch die Schmach
geht 5 Schritte zurück
weil er das Gestern vergaß

Aus Unterdrückung folgt Wut
Da brauchen wir nicht drüber reden
Und die gleichgeschlechtliche Liebe
Ist auch ein Teil vom Leben

Ein Teil vom Leben. Ein Teil des Lebens, ein Teil der Realität ist aber leider auch die Homophobie. Die Angst vor dem anders sein, die Angst vor dem, was die Menschen nicht verstehen. Angst, die dazu führt, andere zu unterdrücken und Gesetze zu verabschieden, die wie Mauern um das eigene Weltbild herum errichtet werden.Wie in Frankreich, wo eine Million Menschen gegen die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe demonstrierten. Wie in Russland, wo bereits die positive Erwähnung von Homosexualität in Gegenwart von Minderjährigen unter gesetzlicher Strafe steht. Wo 6 für die Gleichberechtigung demonstrierende Menschen von 500 anderen brutal angegriffen wurden. Wie in Saudi-Arabien, wo im Jahr 2007 laut Queer.de zwei Männer wegen Geschlechtsverkehrs zu 7000 Peitschenhieben verurteilt wurden. Wie in den meisten Ländern der Welt, in denen Homosexualität, Transgenderismus und Bisexualität gesellschaftlich verachtet sind; und wie in der Hälfte aller Länder dieser Welt, in denen diese Lebensweisen sogar illegal sind und im höchsten Fall mit dem Tod bestraft werden können.

Als einen Teil des Lebens wollen wir vom "Verein Für Ein Multikulturelles Europa" die Selbstbestimmung der eigenen Lebensweise akzeptiert und respektiert wissen. Seit 1994 engagiert sich der Verein für die friedliche Begegnung, Interaktion und Kommunikation zwischen Jugendlichen und will menschenverachtenden Ideen entgegenwirken. Homophobie ist menschenverachtend, da sie die freie Entfaltung der Persönlichkeit anderer zu unterdrücken versucht und somit unmöglich macht. Das Argument, dass gleichgeschlechtliche Liebe unnatürlich sei, weil sie keine Kinder hervorbringe, ist nach unserer Meinung irrelevant, da wir über unsere sexuelle Orientierung nicht entscheiden können und es als Ungerechtigkeit empfinden, Menschen aufgrund dieser nicht als gleichberechtigt anzuerkennen.

Deshalb solidarisieren wir uns mit allen Menschen, die der Angst entgegentreten; der Angst vor dem anders sein; der Angst vor dem, was die Menschen nicht sofort verstehen. Wir feiern die Farben des Lebens, denn wir sind Menschen, und ihr seid es auch.


Info-Veranstaltung: Versammlungsfreiheit

12.9.  19:00 Uhr  Zelle79

Das Recht zu demonstrieren und sich zu versammeln gilt in der hiesigen Gesellschaft als wichtiger Pfeiler der Demokratie. Die Praxis zeigte bereits oft genug, dass notwendige Veränderungen erst durch außerparlamentarische Aktionen errungen werden, sodass genau solche Formen von politischem Aktivismus absolut unterstützenswert sind. 
Gerade aber im Bereich traditionell linken Engagements wird solchen grundgesetzlich geschützten Aktionen jedoch gezielte Hürden entgegengesetzt. Oft beginnen die teilweise sogar rechtswidrigen Schikanen der Repressionsorgane schon bei der Demonstrationsvorbereitung. Es ist daher für die Durchführung einer Demonstration ratsam, seine Rechte und Pflichten genau zu kennen und sich nicht schon im Vorfeld einschüchtern zu lassen. Jede_r kann Veranstaltungen anmelden und somit einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen Faschismus, Rassismus und Ungerechtigkeit leisten! 
Daher lädt die Ortsgruppe Cottbus der Roten Hilfe zusammen mit dem Rechtsanwalt Stephan Schrage zu einer Info Veranstaltung ein, um euch wichtige und nötige Tipps und Kenntnisse zu euren Rechten, Pflichten und Möglichkeiten bei Demonstrationen und Anmeldungen von Kundgebungen und Demos zugänglich zu machen. Am 12.09. um 19.00 Uhr wollen wir im Infoladen einen Vortrag mit anschließender Diskussion durchführen, um Fragen des Versammlungsrechtes, zu den Kooperationsgesprächen mit der Polizei, Anmeldungen und ähnliches zu klären und euch Gelegenheit zum Nachfragen geben. Weitere Infos und aktuelle Ankündigungen findet ihr auf www.cottbus.rote-hilfe.de

Aus der Reihe "Unsere Schöne Plakatwand" - Opus II

 

17.09. "Bürgerbewegung Pro Deutschland" in der Zelle79?

Die rechte “Bürgerbewegung Pro Deutschland” will innerhalb ihrer Bundeswahlkampf-Tour auch die “dunklen Orte unseres Landes” besuchen. Am 17. September wollen Sie eine Kundgebung in Cottbus gegen vermeintliche “Linksextreme” und ihre Freiräume durchführen. So soll es nicht irgendwo, sondern direkt vor dem linken Hausprojekt “Zelle79” und dem dazugehörigem Infoladen stattfinden. Erstmalig soll direkt vor der Haustür gegen alternative Lebensenwürfe und antifaschistische Initiativen demonstriert und nationalistische sowie rassistische Hetzte verbreitet werden. Doch das nehmen wir selbstverständlich nicht einfach so hin.

Diese geplante Provokation gilt es mit entschlossenem und kreativen Protest in Empfang zu nehmen, wenn es heißt: Keine Deutschland-Freaks vor unserem Haus! Kommt alle und lasst uns gemeinsam zeigen was wir von “Pro Deutschland” halten