Lesung "88 Seelen - Die Kinder von Lidice"

Nach der Verschiebung, hier nun der neue und gültige Termin:

Mittwoch ---09.04.---Zelle79---20 Uhr

Der Autor Stephan D. Mc Neal liest aus seinem Roman "88 Seelen - Die Kinder von Lidice"

Zum Inhalt:
Am Abend des 9. Juni 1942 umstellten deutsche Polizeikräfte (Angehörige der Gestapo, des SD und der Schutzpolizei unter dem Kommando von SS-Offizieren einer Sonderkommission und des Befehlshabers der Sipo in Prag) mit Unterstützung der tschechischen Gendarmerie das Dorf Lidice und blockierten alle Zufahrtswege, da dort Beteiligte des Attentats auf Reinhard Heydrich - Leiter des Reichssicherheitsamtes und Stellvertretender Reichsprotektor in Böhmen und Mähren - vermutet wurden.
In der folgenden Nacht wurden die Dorfbewohner zusammengetrieben. Alle 172 Männer, die älter als 15 Jahre waren, wurden in den Hof der Familie Horák gebracht, wo sie tags darauf erschossen wurden. Die Erschießungen wurden, so der Historiker Stefan Klemp, in erster Linie von Angehörigen der Schutzpolizei vorgenommen.
Weitere neun Männer, die auswärts in der Nachtschicht in einem Kohlebergwerk arbeiteten, und sieben schwangere Frauen wurden nach Prag gebracht. Die Männer wurden dort erschossen, während die Frauen ihre Kinder gebären konnten.
 Die verbleibenden 195 Frauen wurden in das Konzentrationslager Ravensbrück deportiert, wo 52 von ihnen ermordet wurden. Nachdem die sieben Schwangeren entbunden hatten, wurden sie von ihren Kindern getrennt und ebenfalls nach Ravensbrück deportiert.
Der Ort Lidice wurde in Brand gesteckt, gesprengt und schließlich durch Züge des Reichsarbeitsdienstes eingeebnet, um die Gemeinde vollständig von der Landkarte zu tilgen. Die „Räumung“ des Dorfes ordnete der SS-und Polizeiführer Karl Hermann Frank an. Vergleichbar mit dieser „Vergeltungsmaßnahme“ war die vollkommene Zerstörung von Ležáky durch die Besatzungsmacht wenige Tage später

Das Buch erschien im Bischofsplatz Verlag, Dresden. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch ---09.04.---Zelle79---20 Uhr

Eine Aktion im Rahmen des 20-jährigen Bestehens des Vereins "Für Ein Multikulturelles Europa e.V."